{"id":541,"date":"2020-11-19T10:00:57","date_gmt":"2020-11-19T09:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/smartdonate.ch\/de-ch\/?p=541"},"modified":"2020-11-19T09:55:47","modified_gmt":"2020-11-19T08:55:47","slug":"darfs-ein-bisschen-weniger-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smartdonate.ch\/de-ch\/2020\/11\/19\/darfs-ein-bisschen-weniger-sein\/","title":{"rendered":"Darf\u2019s ein bisschen weniger sein?"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind es uns gewohnt, Preise zu vergleichen. Egal ob Handyabo, Krankenkasse oder beim t\u00e4glichen Einkauf: wer vergleicht, hat am Schluss mehr im Portemonnaie. Neben dem Spareffekt hat regelm\u00e4ssiges Preisvergleichen noch einen weiteren Vorteil: man bekommt als Kunde ein Gef\u00fchl daf\u00fcr, wie hohe Margen der Anbieter eines Produkts oder einer Dienstleistung verdienen muss, um profitabel wirtschaften zu k\u00f6nnen. Der Preisunterschied kann zum Beispiel durch einen besseren Service oder eine l\u00e4ngere Garantiedauer gerechtfertigt sein \u2013 oder es ist ein Hinweis, dass der Anbieter zu hohe Margen einkalkuliert.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Themenbereiche gibt es unterdessen spezialisierte Anbieter, die uns beim Vergleich der Preise unterst\u00fctzen. Preistransparenz ist aber nur f\u00fcr den Kunden gut, f\u00fcr den Verk\u00e4ufer hingegen oft nicht. Bei gut vergleichbaren Produkten und Dienstleistungen kann durch einen effizienten Preisvergleich f\u00fcr die Verk\u00e4ufer ein regelrechter Preiskampf entstehen. Es \u00fcberrascht daher kaum, dass sich viele Verk\u00e4ufer bem\u00fchen, sich dem Preisvergleich zu entziehen. Beliebte Ans\u00e4tze daf\u00fcr sind, das Produkt \u00fcber eine Vielzahl von Parameters zu definieren, welche regelm\u00e4ssig \u00e4ndern (zum Beispiel Handy-Abos), oder sicherzustellen, dass ein nahezu identisches Produkt bei der Konkurrenz unter einer anderen Marke oder einem anderen Modellnamen angeboten wird.<\/p>\n<p>Noch viel eleganter ist es aber, wenn die Kosten von vornherein gar nicht sichtbar sind. Gut illustrieren l\u00e4sst sich das bei In-App-Eink\u00e4ufen, wenn man also in einem Handy-Spiel virtuelle Diamanten kauft oder ein neues Level kostenpflichtig freischaltet: der volle Betrag geht nicht etwa an den Spiele-Entwickler, sondern satte 30% davon an Apple oder Google. Dies ist aber f\u00fcr den Verbraucher nicht ersichtlich und damit entziehen sich die Tech-Giganten auch der Frage, ob 30% ein fairer Preis ist f\u00fcr ihre Dienstleistung (welche selbstverst\u00e4ndlich etwas kosten darf).<\/p>\n<p>Was hat das Thema Kostentransparenz mit Spenden zu tun? Alle seri\u00f6sen Hilfswerke zeigen auf ihrer Webseite und in ihrem Jahresbericht auf, welcher Anteil der Spenden f\u00fcr Administration und Mittelbeschaffung aufgewendet werden. Der Hund liegt an einem anderen Ort begraben: Je nach dem, wie man Geld spendet, kommt gar nicht erst der volle Betrag beim Hilfswerk an. Bei einer Spende mit Kreditkarte auf der Webseite eines Hilfswerk verdienen oft Drittanbieter, welche die Spendenabwicklung \u00fcbernehmen, kr\u00e4ftig mit. Setzt man die Gesamtkosten \u2013 also Transaktions-, Mitgliedschaft- und allf\u00e4llige Zusatzgeb\u00fchren \u2013 ins Verh\u00e4ltnis der so eingenommenen Spenden, resultieren oft Kosten von 7% oder 8%, bei kleineren Hilfswerken mit tieferen Einnahmen sogar \u00fcber 10%. \u00c4hnlich sieht es bei Standaktionen aus: Auch Personen mit Kleidung und Badge eines Hilfswerks k\u00f6nnen Angestellte eines Drittanbieters sein, welche auf Kommissionsbasis f\u00fcr das Hilfswerk Spenden sammeln. Bei einer Spende von 100 Franken kommt also manchmal deutlich weniger beim Hilfswerk an.<\/p>\n<p>Fazit: Es gibt viele Arten, wie man Geld spenden kann \u2013 ein Preisvergleich lohnt sich also auch da. Den Unterschied sp\u00fcrt man zwar nicht im eigenen Portemonnaie, aber das Hilfswerk daf\u00fcr umso mehr.<\/p>\n<p>Darf\u2019s ein bisschen weniger sein? Bei Spenden lieber nicht!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind es uns gewohnt, Preise zu vergleichen. 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